Costa Rica – In La Fortuna

28.08.2012

Eine ruhige Nacht in einem super bequemen Bett ging zu Ende. Zuerst habe ich mal auf die Terrasse geschaut, ob der Vulkan immer noch da ist. Und siehe da er war weg! Alles war neblig. Wir machten und erst einmal auf zum Frühstück und waren gespannt, was uns bei 4 Sternen so erwartete. Erst einmal nahmen wir am vordersten Tisch mit Blick auf den noch nicht vorhandenen Vulkan Platz. Es gab ein sehr leckeres á la carte Frühstück mit einer großen Auswahl – nix zu meckern!

Arenal wolkenverhangen
Arenal wolkenverhangen

Im Laufe der Zeit lichtete sich auch der Nebel etwas, so dass wir erst etwas Wäsche in La Fortuna abgaben und uns auf den Weg in den Nationalpark machten. Dazu mussten wir um den ganzen Vulkan herum fahren und bekamen so auch gleich einen Überblick über die touristische Infrastruktur. Eingebettet in eine schöne, saftig grüne Landschaft gibt es hier ausreichend Übernachtungsmöglichkeiten, Thermalbäder und einige Angebote für „aktive“ Urlauber.

Ameisenautobahn
Ameisenautobahn
Blattschneiderameisen
Blattschneiderameisen

Von der anderen Seite sieht man immer mehr Lavafelder und der Wald an den Flanken des Vulkans wird immer weniger. Am Nationalpark angekommen entrichteten wir zunächst die 10$ Eintritt pro Nase (nachdem wir den etwas aufdringlichen Guide vor dem Eingang abgewimmelt hatten) und bekamen einen gezeichneten Plan des Parks.

Als Erstes machten wir uns mit dem Auto auf zum Mirador, von dem man den in Wolken gehüllten Arenal auch gut sehen konnte. Hier suchte ich dann auch gleich nach einem Cache („Arenal„), der etwas abseits der Straße im Unterholz versteckt war. Ein Trampelpfad war aber nicht zu übersehen. Danach schauten wir uns noch ein wenig um und beobachteten die Autobahnen der Blattschneiderameisen, die hier wohl einen Verkehrsknotenpunkt hatten.

Die Natur kommt zurück
Die Natur kommt zurück
Lavafeld von 1992
Lavafeld von 1992

Nach einem kleinen sanitären Zwischenstopp ging es weiter zum Wanderweg, um den Lavafluß von 1992 anzuschauen. Nach dem Parken des Autos (übrigens hier immer rückwärts einparken, falls man schnell flüchten muss) gingen wir zunächst durch hohe Schilffelder, die langsam von lichtem Wald abgelöst wurden. Mit zunehmender Entfernung wurde der Weg immer abwechslungsreicher. Man konnte erkennen, welcher Abschnitt von Lava und Gasen lange und noch nicht so lange heimgesucht wurde.

Das letzte Stück führte durch dichten Wald bis wir vor eine Lavawand standen. Das war die Lava von 1992, eine Treppe führte hinauf. Bevor es hoch ging, musste ich aber erst einmal die Koordinaten nehmen. Hier war ja schließlich der Arenal Volcano EarthCache anzugehen.

Blick in die Berge Richtung Monteverde
Blick in die Berge Richtung Monteverde
Lavastrom in Richtung Vulkan
Lavastrom in Richtung Vulkan

Nachdem wir die Stufen überwunden hatten, fing es auch gleich pünktlich und wie bestellt an zu regnen – hätte das nicht noch eine Weile warten können? Nein! Na gut! Trotz des Regens fanden wir eine unglaublich bizarre und faszinierende Umgebung vor: Lavabrocken, die von Pflanzen wieder zurück erobert werden und eine schöne Aussicht auf den Arenal und seine Lavaströme, den Arenalsee und das Tal und gegenüber Richtung der Berge von Monteverde. Ich machte mich noch auf die Suche nach dem Endpunkt des Earthcache und nach einem Tradi namens Eruption!, der allerdings nicht auffindbar war, wie auch die Logs der letzten Zeit zeigten. Die Damen gingen langsam wieder zurück, da es ihnen zu nass wurde. Am Parkplatz trafen wir uns wieder – es hatte natürlich inzwischen aufgehört zu regnen – und fuhren weiter Richtung Arenalsee, nachdem ich noch kurz bei einem kleinen Jeep Starthilfe geleistet hatte.

Die Straße wurde nach der Staumauer sehr kurvig und verlief schön im Wald. der Lärm der Zikaden war durch die geschlossenen Fenster zu hören. An einem Aussichtspunkt machten wir Halt, um dann wieder zurück nach La Fortuna zu fahren. in Tabacon legten wir einen kurzen Stopp ein, um uns nach den Preisen für die Hot Springs zu erkundigen. Mit einem Prospekt und einer Tischdecke vom gegenüberliegenden Souvenirstand in den Händen ging es weiter. In Baldi Hot Springs wurde dieser Ablauf wiederholt (allerdings ohne Souvenir).

Das erste Mal ohne Wolken
Das erste Mal ohne Wolken

Bevor wir endgültig in La Fortuna ankamen mussten wir aber noch etwas zu mittag-/abend Essen. Dies taten wir in einem Peruanischen Steakhaus Ceviche del Rey neben der Minigolfhalle. Wir waren die Einzigen im Restaurant und wurden entsprechend aufmerksam umsorgt. das Essen war durchweg gut aber nicht außergewöhnlich. Die scharfe Sauce war wirklich scharf und sehr lecker.

In La Fortuna
In La Fortuna
Straßen von La Fortuna
Straßen von La Fortuna

Nach dem Essen lockerte sich die Wolkendecke etwas und gab Blicke auf den Arenal frei während wir mit Eis in der Hand einen Bummel durch La Fortuna machten, um anschließend auch unsere frisch gewaschene Wäsche abholten. Die brachten wir dann auch wieder zurück zum Hotel, wo die Damen sich ein wenig am Pool (natürlich mit Vulkanblick) ausruhten. Ich unternahm einen kleinen Spaziergang in den nahe gelegenen Regenwald wo das Hotel zwei schöne Wanderwege unterhält. Leider war es schon kurz vor der Dämmerung, so dass ich nicht weit gehen konnte. Dennoch war es ein schöner Ausflug, für den ich mir im Nachhinein gerne etwas mehr Zeit genommen hätte und den ich auch jedem, der im Lomas del Volcan übernachtet empfehlen würde.

Die grüne Seite des Vulkans
Die grüne Seite des Vulkans
Epiphyten
Epiphyten
Abendspaziergang
Abendspaziergang
Blick nach La Fortuna in der Dämmerung
Blick nach La Fortuna in der Dämmerung

Nach dem Spaziergang gesellte ich mich dann noch zu meinen Damen und so klang der Tag zuerst am Pool mit Aussicht uns später auf der Terrasse aus.