Costa Rica – Von Sámara nach Quepos und Manuel Antonio

03.09.2012

Nach unserer Entscheidung, den Strandurlaub in Sámara zu beenden, begeben wir uns heute auf den Weg zum Manuel Antonio Nationalpark. Das ist eine der längeren Strecken auf dieser Reise und wir sind mal gespannt, wie lange wir für die 280 km brauchen, führt doch eine größerer Teil über die Interamericana mit den berühmten Trucks.

Nach dem Frühstück (habe ich schon erwähnt, dass es lecker ist?) packen wir unser Sachen und verabschieden uns von den sehr netten Hotelbesitzern. Zunächst geht es die bekannte Strecke zurück Richtung Nicoya. Hier kommen wir in eine der Polizeikontrollen und werden freundlich auf unseren linken Hinterreifen hingewiesen, der etwas wenig Luft hat. Ich denke: „Nicht nochmal ein kaputter Reifen!“ und bedanke mich freundlich für den Hinweis. Wir dürfen weiter fahren und machen erst einen kleinen Stop an der nächsten Tankstelle, wo der Reifen wieder aufgepumpt wird.

Under the bridge
Under the bridge

An der Brücke am Golf von Nicoya ist unser nächster Halt zur Pipi-Pause und Proviantaufnahme, dann geht es weiter Richtung Interamericana, vorbei an mehreren Geschwindigkeitskontrollen, an denen ich aber wie durch ein Wunder ungeschoren vorbei komme.
Die Interamericana ist wie befürchtet wieder voller Trucks. So vergeht die Fahrt etwas zäh. Unterbrochen von einer kurzen Pause kommen wir dann endlich nach Puntarenas, wo die Strasse teilweise zweispurig wird. Hier geht die Strasse eine zeitlang am Meer entlang. Man sieht einen recht großen Containerhafen und danach teilt sich sich in Richtung San Jose und Jacó, was unsere Richtung ist.

Hungriges Krokodil
Hungriges Krokodil

Sofort wird der Verkehr weniger und Straße und Landschaft deutlich abwechslungsreicher. Irgendwann mittags passieren wir dann die berühmte Brücke über den Rio Grande de Tarcoles. Wir machen eine Pause und werden gleich von einem „Parkplatzwärter“ und einem deutsch sprechenden Souvenirverkäufer in Beschlag genommen. Beide verdienen eine Kleinigkeit an uns und wir machen uns auf den Weg zu Fuß über die Brücke, denn darunter tummeln sich ziemlich viele große Krokodile.

Hier bitte nicht schwimmen
Hier bitte nicht schwimmen
Kroko-Siesta
Kroko-Siesta
Wenn wir springen, werden die sicher schnell
Wenn wir springen, werden die sicher schnell

Am anderen Ufer sehen wir sie dann auch, wie sie gemütlich im Wasser oder Schlamm dösen und warten, bis einmal ein Tourist runter fällt. Den Gefallen tun wir ihnen aber nicht… Auf dem Rückweg suche ich noch den Crocodile Cache, dessen Dose ich aber leider nicht finde. Dies steht aber auch in seiner Beschreibung und es ist ein Fotolog erlaubt, was ich dann später auch wahrnehme.

Die Brücke liegt ganz in der Nähe des Carara Nationalparks, der für seine große Population des Roten Ara bekannt ist. Von Weitem hören wir auch schon das laute Geschrei der Vögel und schließlich fliegt eine Gruppe von ca. 10 Aras direkt über uns hinweg. Ein tolles Schauspiel.

Ara-Baum
Ara-Baum

Wir machen uns weiter auf den Weg in Richtung Jacó auf einer schonen Straße mal entlang der Küste mal etwas im Hinterland. Kurz hinter Jacó sehe ich einen Baum, der auffällig rote Flecken hat. Beim Näherkommen sehe ich, dass er voller Aras ist. Praktischerweise gibt es hier auch gleich einen Parkplatz, so dass ich halte und meine Damen, die mittlerweile eingeschlafen sind, wecke.

Küssende Aras
Küssende Aras

Wir steigen aus und bewundern das bunte Treiben am Baum. Die Vögel sind zwar vorsichtig – wir fühlen uns sehr beobachtet – aber nicht sehr scheu. Wir können also relativ dicht ran und schöne Bilder machen. Einige Vögel pendeln vom Baum zur gegenüber liegenden Bergwand und es herrscht immer ein großes Geschrei. Wir sind total begeistert, doch leider müssen wir heute noch – möglichst im Hellen – im Hotel ankommen.

Roter Ara
Roter Ara
Zwischen den Blättern
Zwischen den Blättern
Im Anflug
Im Anflug

Also geht es weiter. Irgendwann kommen wir durch riesige Ölpalmplantagen. Auf den Straßen fahren lustige Gefährte, die Arbeiter, Material und Palmfrüchte transportieren. Wir machen noch eine Pause in Parrita, um in einem Restaurant gegenüber der Bushaltestelle zu Essen. Auch hier ist das Essen sehr lecker und dazu noch sehr günstig.

Alles voller Aras
Alles voller Aras

Nun ist es nicht mehr weit bis Quepos. Man sieht sofort, dass wir uns hier in der Nähe einer der Hauptattraktionen für Touristen befinden. Überall gibt es Souvenier- und Surfläden, viele Hotels und Restaurants. Wir decken uns noch im Supermarkt mit etwas Verpflegung ein, dann geht es in Richtung Manuel Antonio über den Hügel und dann zum Hotel.

Mitbewohner
Mitbewohner

Die Zufahrt ist sehr abenteuerlich, der Weg zweigt in einer scharfen Rechtskurve mit 45° Gefälle in den Wald ab und besteht nur aus Betonplatten, die im normalen Radabstand auf dem Boden liegen. So sieht also die Zufahrt zu einem 5-Sterne Hotel aus.

Leguan mit Aussicht
Leguan mit Aussicht

Unten angekommen, werden wir vom Wachmann empfangen, der unsere Reservierung prüft und uns dann an den Parkplatz-Rezeptionisten übergibt, der uns wiederum einen Golfwagen ruft. Das Auto wir geparkt und entladen und der Golfwagen bringt uns dann über steile Serpentinenwege zur Rezeption. Dort werden wir dann wieder freundlich in Empfang genommen, bekommen einen Cocktail und erledigen die Formalitäten. Zum Zimmer bzw. Appartement werden wir dann wieder mit dem Golfwagen chauffiert.

Aussicht ohne Leguan
Aussicht ohne Leguan
Jacuzzi mit Aussicht
Jacuzzi mit Aussicht

Das Appartement im Arenas del Mar Hotel besteht aus einem Wohn-/Schlafbereich mit Küche, in dem das Bett für die junge Dame steht, zwei Bädern eines davon mit einer Riesendusche, einem Schlafzimmer, einer riesigen Terrasse mit Blick auf Wald und den Privatstrand, einem Außenjacuzzi und einigen Halloweenkrabben, die lustig anzusehen sind und überall herumlaufen. Das Hotel hat mehrere Nachhaltigkeits- und Umweltschutzauszeichnungen bekommen und ist für ein Fünfsterne-Hotel sehr angenehm. Die Leute sind extrem locker und freundlich.

Halloween Crab (By dingatx)
Halloween Crab (By dingatx)
Nachbar
Nachbar

Natürlich wird nach der Unterbringung des Gepäcks erst einmal der Jacuzzi geflutet. Der Abend klingt so im Jacuzzi und auf der Terrasse mit einem kühlen Bier in der Hand, vom warmen Wind umgeben und mit einer tollen Geräuschkulisse aus Zikaden, Fröschen und brechenden Wellen aus.