Lissabon – Die Ankunft

19.10.2012

Frühes Aufstehen war angesagt. Der Cigar Club Überlingen machte eine Städtereise nach Lissabon. Dazu mussten wir allerdings zunächst um 3:30 Uhr in Überlingen los fahren, um um halb sieben in Zürich abfliegen zu können. Nach einer wenig Schlaf stiegen wir also mitten in der Nacht in den Porsche, um gen Schweiz zu düsen.
Nach einer etwas längeren Grenzkontrolle – ja die Zöllner haben um diese Zeit halt auch noch wenig zu tun – kamen wir doch recht zügig in Zürich an, wo schon am Parkplatz das bestellte Taxi bereit stand, dass uns zum terminal brachte. Dort stellte Alex fest, dass er wohl sein Handy im Auto vergessen hatte. Wir recherchierten erst mal bei der Taxigesellschaft, ob es im Taxi lag, was aber nicht der Fall war. Mehr oder weniger beruhigt checkten wir ein. da wir schon sehr pünktlich da waren, ging es praktisch ohne Verzögerung in den Flieger.

An der Picoas
An der Picoas

Den Flug verschliefen wir zum Großteil. Lissabon war im Anflug praktisch nicht zu sehen, so dicht war der Nebel. Dass wir landeten spürten wir nur. Portugal empfing uns kalt und trübe. Das Hotel war schon von zuhause aus gebucht, wir mussten nur noch eine Mehrtageskarte für die Öffis besorgen. Die Frau am Touristen-Schalter war sehr freundlich und deckte uns zusätzlich auch noch mit allerlei Infomaterial ein. So hatten wir schon auf der Fahrt ins Hotel einiges zu lesen…

Ja, das stimmt!
Ja, das stimmt!

Nach ca. 30 Minuten waren wir dann in der Nähe des Hotels angekommen und machten uns die letzten Meter zu Fuß auf den Weg. Ein kleiner Zwischenstop im Café musste aber noch sein, wir hatten alle noch nichts Richtiges gefrühstückt (Pappessen aus dem Flieger) und machten so auch gleich die erste Bekanntschaft mit den leckeren Snacks.
Danach ging es dann weiter ins Hotel, das Real Parque Hotel (N38° 44.003 W9° 9.0158), welches sehr gut nahe der Metrostation São Sebastião liegt. Es ist ein gutes Business Hotel nicht ganz in der Innenstadt aber verkehrsgünstig gelegen. Am Wochenende waren sehr viele Touristen da, was den Frühstücksraum schnell füllte. Dennoch hatten wir einen günstigen Preis bekommen und ich würde es jederzeit empfehlen.

Praca do Marqués de Pombal
Praca do Marqués de Pombal

Nach der Erledigung der Formalitäten und einer kleiner Pause zum Frischmachen liefen wir los in Richtung Innenstadt. Wir wollten gleich mal die Stadt kennen lernen, setzten uns also erst einmal nicht in die Metro. Los ging es in Richtung Picoas, von dort zur Praça Marquês de Pombal und dann entlang der Edelläden die Avenida Liberdade hinunter. Zwischendurch wurden wir von den beiden Nachkommern informiert, wann sie in etwas im Hotel ankommen würden und flanierten weiter die Straße entlang.

Alte Häuser
Alte Häuser
Rua Pretas
Rua Pretas

An der Praça dos Restauradores gingen wir links in die etwas kleineren Gassen hinein, wo wir dann gleich an einem Restaurant hängen blieben, um eine Kleinigkeit zu uns zu nehmen. Der Nebel hatte sich inzwischen aufgelöst und die Sonne schien, so dass es auch recht angenehm war, um auf der Straße zu sitzen. Bis jetzt hinterließ die Stadt einen sehr sympatischen und unaufgeregten Eindruck. Man merkt allerdings, dass man den Touristen-Hotspots langsam näher kam. Es gab einige Straßenmusikanten und Straßenverkäufer. Hier schien auch eher das normale Leben zu sein als in der Straße mit den Nobelmarken und man sah, dass es den Portugiesen im Europäischen Vergleich wirklich nicht gut geht.

Elevador
Elevador
Verlassenes Theater
Verlassenes Theater

Nach einer ausgiebigen Pause machten wir uns auf, die ersten Sehenswürdigkeiten zu besuchen. Auf dem Plan stand eines der Nahverkehrmittel, der Elevador de Santa Justa, eine Stahlaufzug, der die Baixa mit dem Stadtteil Chiado verbindet. Zunächst ging es aber weiter durch die schönen umtriebigen Gassen mit kleinen Läden bis zur Praça Dom Pedro IV. Das ist der Platz hinter dem die Baixa beginnt. Hier stehen sehr imposante Gebäude, wie zum Beispiel das Nationaltheater oder der Bahnhof.

Rua S. José
Rua S. José
Kleiner Laden
Kleiner Laden
Alte Waage
Alte Waage
Bahnhof
Bahnhof
Praca Dom Pedro IV
Praca Dom Pedro IV
Teatro Nacional
Teatro Nacional
Rua do Carmo
Rua do Carmo
Blick aufs Schloß
Blick aufs Schloss

Von der Praça Dom Pedro IV ist es dann auch nicht mehr weit bis zum Aufzug. Die Schlange war lang, es ging aber auch schnell voran, so dass wir mit unserem Ticket den Aufzug benutzten. Recht schnell ist man mit dem holzgetäfelten Ungetüm oben angekommen. Von dort hat man auch eine sehr schöne Aussicht auf die Baixa und die Hügel Lissabons.

Elevador Santa Justa
Elevador Santa Justa
Oben am Aufzug
Oben am Aufzug
Die Baixa und das Schloß
Die Baixa und das Schloss
Panorama vom Aufzug
Panorama vom Aufzug
Zur Praça Dom Pedro IV
Zur Praça Dom Pedro IV
Platz und Hügel
Platz und Hügel
Ruinas do Convento do Carmo
Ruinas do Convento do Carmo
Convento do Carmo und Castello
Convento do Carmo und Castello

Nach ein paar Fotos ging es dann weiter ins Stadtteil Chiado und dann wieder runter in die Baixa. Es zog uns in Richtung Wasser, wir wollten am Ufer des Teijo einen Kaffee trinken. Das stellte sich aber als schwierig heraus, das die meisten Cafés am Platz und nicht am Ufer waren und diese auch noch brechend voll waren. So ging es zurück, wo wir in einem gemütlichen Lokal in einer der Fußgängerzonen Platz nahmen.

Igreja Paroquial do Santissimo Sacramento
Igreja Paroquial do Santissimo Sacramento
Rua do Carmo
Rua do Carmo
Im FNAC
Im FNAC
Arco da Rua Augusta
Arco da Rua Augusta
Praca do Comércio
Praca do Comércio

Nach einer weiteren kleinen Stärkung bekamen wir Nachricht, dass Andy inzwischen eingetroffen war und Herbert eine gewaltige Verspätung hatte. Wir gingen also erst mal zurück ins Hotel, um uns mit den Nachzüglern zu treffen.

Langsam wurde es Abend und wir machten uns auf, ein schönes Restaurant zu finden. Natürlich zog es uns wieder in die Altstadt, wo wir – am Bahnhof vorbei – in der Calçada do Duque auch fündig wurden. Ein nettes kleines Restaurant mit ein paar eng gestellten Tischen und gefliestem Innenraum sah sehr einladend aus. Auf der Karte standen auch gut klingende einheimische Gerichte und wir wurden im Großen und Ganzen auch nicht enttäuscht. Der Besitzer war nett, das Essen und der Wein gut. Gegen später stellte sich heraus, dass das Restaurant wohl auch in irgend einem deutschen Reiseführer steht, die Tische waren nämlich voll von deutsche Touristen.

Bahnhof
Bahnhof

Nachdem wir alle satt waren und auch noch einen interessanten Hausschnaps probiert hatten, gingen wir weite ins Viertel Chiado, dem Ausgehviertel. Auf mehren Gassen ist hier so viel los, wie auf Deutschlands Fußgängerzonen am Wochenende vor Weihnachten. Jeder Eingang ist eine Kneipe und überall gibt es Lokale für alle Geschmäcker. Hier kann man die Nacht zum Tag machen, was wir auch im Rahmen unserer Möglichkeiten taten – wir sind ja schließlich nicht mehr die Jüngsten und um 3 Uhr aufgestanden.