Mach den Abflug… nach Sulawesi

24.-25.10.2013

Die diesjährige große Reise stand unmittelbar bevor. Schon lange plante und bastelte ich an einer möglicher Route, die ich aber bewusst flexibel hielt, um spontan entscheiden zu können. Fest standen bisher die Flüge nach Manado, Singapur und zurück und das erste Hotel, da zu Beginn gleich ein Tauchkurs geplant war.

Im Zug
Im Zug

Also machte ich mich morgens auf zum Stuttgarter Hauptbahnhof, um meine lange Reise anzutreten. Zuerst in den Zug nach Frankfurt, der ziemlich voll war. In Frankfurt nach der Gepäckabgabe ging es dann natürlich auf langen Wegen zur Wartehalle, wo mir schnell mehrere hübsche Hungerhaken auffielen. Nachdem auch noch offensichtliche Betreue auftauchten, dachte ich an einen Ausflug eines Mädcheninternats oder die neue Staffel der Next Topmodels. Zu diesem Zeitpunkt konnte ich aber noch nichts bestätigen.

Topmodels oder Internatsschülerinnen?
Topmodels oder Internatsschülerinnen?
Airbus A 380
Airbus A 380

Auf dem Flugfeld wartete der A 380, der Wartesaal war entsprechende voll und nach einer Weile ging es dann ans Boarding, was überraschend schnell erledigt war. ich hatte einen super Platz ganz vorne an der Trennwand erwischt und konnte meine Beine lang ausstrecken. Wie bei Singapore Airlines üblich konnte man vor lauter Unterhaltungsprogramm (so etwa über 300 Kinofilme, über 240 Serien und unzählige Spiele plus W-LAN) nicht ans Schlafen denken, was mir im Flugzeug aber sowieso immer schwer fällt.

Beinfreiheit
Beinfreiheit

Nach dem ersten guten Essen kam Unruhe bei den hinter mir sitzenden Hungerhaken auf, Fernsehkameras samt greller Scheinwerfer kamen und filmten die Mädels. Langsam wurde mir klar, dass es sich nicht um einen Internatsausflug handelte. Als dann auch noch die alt aussehende Frau Klum aus der wahrscheinlich ersten Klasse herunter schwebte und kichernde Interviews führte, war dann alles klar. Ich scheiß voll in  die Aufnahmen der nächsten Next Topmodel Staffel rein!

Sonnenaufgang in Singapur
Sonnenaufgang in Singapur
Changi Airport am Morgen
Changi Airport am Morgen

Ansonsten verlief der Flug ruhig und war nach 13 Stunden sehr schell vorbei. Zum Sonnenaufgang landete ich in Singapur bei 26 Grad am frühen Morgen. Nach dem Wechsel des Terminals genoss ich ein wenig die gute Flughafeninfrastruktur, meldete mich dank freiem Internet zuhause und harrte der Dinge, die etwas später kommen sollten. Zwei Stunden später saß ich im Flieger nach Manado, um die letzten 4 Stunden in der Luft zu verbringen.

Anflug auf Manado
Anflug auf Manado
Bucht von Manado
Bucht von Manado

Endlich kam der Landeanflug auf Manado, der in mehreren Schleifen ausgeführt wurde und eine schöne Aussicht auf den Norden Sulawesis bot. Danach ging alles wieder wie am Schnürchen – nun gut, die Schlange an der Einreisegebühr war doch recht lang. Aber so kam man wenigstens gleich zu seinem Gepäck. Auch außen ging der Empfang schnell, fast hektisch voran: Kathrin, die Besitzerin meines gebuchten Hotels empfing mich und ein Schweizer Pärchen, zeigte uns den Geldautomaten, an dem ich meine ersten drei Millionen abhob und schon waren wir im Auto nach Pulisan.

Die Fahrt ging vorbei an Kirchen, Wohngebieten, Goldminen und Feldern, durch viele Dörfer und man sah, wie man immer weiter in die Pampa fuhr. Jeder, der uns Langnasen im Auto sah, winkte und rief ein freundliches „Hello Mister“ dem Auto entgegen. Schon die Autofahrt war ein kleines Erlebnis und zeigte und freundliche Menschen und schöne Landschaft.

Pulisan Beach
Pulisan Beach
Meine Begleiter
Meine Begleiter

Nach etwas über einer Stunde kamen wir in Pulisan an, wo schon Träger für unser Gepäck organisiert waren, immerhin mussten wir noch eine Viertelstunde durch den Wald, um zum Hotel zu kommen. Der Empfang im Pulisan Jungle Beach Resort war dann sehr nett und herzlich. Nach einem langen Tag war ich endlich angekommen! Gleich wurde mein Tauchkurs organisiert, der am folgenden Tag beginnen sollte. Und endlich konnte ich meinen Bungalow beziehen und die lang ersehnte Dusche… Dusche? Nein ein Mandi! … Mandi nehmen. Ich war es von früheren Reisen schon gewohnt und wusste, wie es funktioniert. Und es war super angenehm, sich mit einem festen Strahl kalten Wassers zu übergießen.

Mein Bungalow
Mein Bungalow

Der Bungalow war sehr geräumig und sauber, mit einem guten Bett und einer tollen Terrasse mit Meerblick. Die Anlage selbst war ebenfalls sehr gepflegt, der Strand war sehr schön und sauber. Insgesamt eine tolle Athmosphäre mit dauerndem Meeresrauschen und Waldgeräuschen. Ich unternahm erst einmal einen Spaziergang am Strand entlang bis zum Fischerdorf und wieder zurück. Abends lernte ich dann meine Mitbewohner kennen, die fast alle auch zum tauchen hier waren. sehr nette Leute, die mir gleich mal Lust aufs Tauchen und die nächsten Tage machten.

Das Abendessen und ein kühles Bier wurden serviert, sehr lecker in zwei mehr als ausreichenden Gängen. Nach netter Unterhaltung und gutem Essen genoss ich noch ein wenig die tropische Luft auf der Terrasse, bis ich müde in mein Bett versank.