Auf nach Sri Lanka

05. bis 07.10.2014

Los ging es am Sonntagmorgen in Richtung München, wo ich mein Auto bei einem guten Freund stehen lassen konnte. Ein kleiner Plausch war auch noch drin, bis mir aufgefallen ist, dass von hier ja gar keine direkte S-Bahn zum Flughafen abfuhr. Nach kurzer Panik sprang aber netterweise seine Freundin ein, mich an den Flughafen zu kutschieren – vielen lieben Dank dafür!
Nun hieß es wie üblich warten, boarden, sitzen, essen, fernsehen, schlafen, bis um 20 vor zwölf die Emirates Maschine in Dubai landete. Dort musste ich drei Stunden bis zum Abflug nach Colombo warten, was man dort ganz gut mit essen und shoppen verbringen kann.

Am nächsten Morgen war dann endlich das Ziel erreicht: Sri Lanka. Am Flughafen besorgte ich erst einmal Geld und eine SIM Karte, um dann von freundlichen Angeboten fleißiger Taxifahrer überrannt zu werden. Nachdem ich mir erst mal Luft verschafft hatte, fuhr ich mit Vicky, einem etwas älteren Herren zu meinem Hotel in Negombo. Ich hatte zwar nichts gebucht, wusste aber, wo ich hin wollte, was ich Vicky auch deutlich mitteilte. So klappte die Fahrt wunderbar. Natürlich hinterließ er mir seine Karte und bot sich als Fahrer für die nächsten Tage an.

Negombo Hotel Negombo Hotel Silver Sands

Fishing boatsFischerboote

ChurchKirche in Negombo

Hindu temple Hindu Tempel

Ich brachte erst mal mein Gebäck auf’s Zimmer und schaute mir Hotel und Strand an. Nicht schlecht. Es war wenig los, klar es war ja auch noch keine Saison. Das Hotel war einfach aber sauber und gut gelegen, der Stand war auch ganz nett. In der Nähe gab es viele Restaurants und Läden, ich war wohl ganz gut aufgehoben hier.
Ich machte mich mal auf, die Gegend zu erkunden und lief in Richtung Fischmarkt. Ich merkte schnell, dass man auf Sri Lanka die mir nicht so angenehme Abwehrhaltung braucht. Ständig wird man angesprochen, ob man ein Taxi braucht, ob man dies oder jenes unbedingt kaufen möchte, dass das Restaurant hier das Beste ist. „No thanks“, kein Bedarf. Ich lief lieber bei 36 Grad durch die Strassen,man sieht einfach mehr.

Drying fishTrocknender Fisch

Dry fishTrockenfisch
Fish highwayFischautobahn

Fishmarket Fishmarkt

FishTrockenfisch

SquidTintenfisch

Gut, es war wirklich warm. Sehr warm. Ich kam leicht verschwitzt am Fischmarkt an. Unglaublich, wie viel Fisch hier auf dem Strand in der Sonne trocknet! Silbern glänzend liegen hier riesige Fischreihen in der Sonne. Der Markt selbst ist eher klein, ich bin aber auch schon spät dran. Ein paar Stände haben aber doch noch beeindruckende Exemplare. Die Leute scheinen nun aber nicht mehr zu verkaufen sondern sie über das Tagesgeschehen auszutauschen. Schön ist, dass ich hier wohl nicht sehr auffalle und oft nur freundlich begrüßt werde.
Nach ein paar Runden auf dem Fischmarkt gehe ich weiter und schaue mir das alte Gefängnis an – also das, was man von außen sehen kann. Davor liegt eine schöne Lagune voller Boote. Die Touristen sind wohl schon durch, aber viele sind ja wohl auch noch nicht hier. Dann geht es weiter in die Stadt, die auch nicht mehr weit weg ist. Viel los ist hier allerdings auch nicht, liegt wohl an der Mittagszeit. Egal, zur Orientierung reicht es.

Fresh fish on the marketFrischer Fisch

Fresh fishFrischer Fisch

TowerTurm

Lagoon Lagune

Gegen später komme ich wieder im Hotel an. ich habe mich vorher noch mit Proviant versorgt. Jetzt ist die zweite Dusche des Tages dran. Danach verlasse ich das Hotel in die andere Richtung: zum Strand. Der Strand ist sehr sauber und recht schön. Es ist sogar ganz schön was los – Abendstimmung. ich laufe einfach mal nach Norden, um dann später an der Strasse entlang etwas zu Essen zu suchen. Die Sonne ist langsam am Untergehen und mir gelingen noch ein paar schöne Bilder. Etwas weiter oben angekommen finde ich ein wahres Spektakel vor. Hier war ein größeres Fest mit Musik und Ständen. Leider werden diese gerade angebaut und die Leute scheinen langsam zu gehen. Mist, da hätte ich früher hin gehen sollen.
Leider ist gerade auf der Strasse so viel los, dass an Essen nicht zu denken ist. ich schaue mich dann eben noch ein Bisschen um. Hier gibt es sogar ein großes Einkaufszentrum, aber wie so oft ist hier nichts für mich dabei. Ein Stück weiter runter entdecke ich eine proppenvolle Kirche. Hier scheinen also alle hingegangen zu sein. Alles singt, aus Lautsprechern kommt eine ohrenbetäubende Predigt, abgewechselt von ohrenbetäubender Musik – Gottesdienstparty unter Palmen.

HotelSilver Sands Hotel

BeachlifeStrandleben

Negombo beach Negombo beach

BirdsVier Vögel

Fishing boatFischerboot

SunsetSonnenuntergang

WaveWelle

SunsetFast unten

BeachlifeSo viele Menschen am Strand

ChurchyardGottesdienst im Freien

Nachdem ich dem Spektakel eine Weile zugesehen habe, gehe ich in ein Restaurant die Strasse aufwärts zurück und esse das erste Mal Rice and Curry in einem sehr netten und guten Restaurant. Nach ein paar Drinks habe ich mich dann auch gleich mit Koch und Bedienung angefreundet. Sie scheinen zu mögen, dass ich ganz normales Essen esse und kein Touristenfutter.

Am nächsten Tag schaue ich mir noch ein paar Geschäfte an, versuche mich aber vorrangig um meinen Weitertransport nach Anuradhapura am nächsten Tag zu kümmern. Das stellt sich als nicht ganz so einfach heraus. Der eine schickt mich nach Süden zum Busbahnhof, der andere nach Norden, der nächste sagt, es fährt kein Bus (diese Antwort geben meist Taxifahrer…), usw. Am Busbahnhof ist es dann nochmal dermaßen chaotisch und unklar, dass ich aufgebe und Vicky anrufe. Wir verabreden uns für später, um eine Fahrt zu verhandeln. Abends habe ich dann einen Fahrer für die nächsten ca. 7 Tage… Eigentlich nicht ganz das, was ich wollte aber inklusive Fahrt, Sprit und Übernachtung und irgendwie auch sorgenfrei.