Kälte in den Tropen

13.10.2014

Auf ging es in die Berge. Ein warmer Morgen begrüßte mich, nachdem es nachts heftig geregnet hatte. Nach einem Tee und einem einfachen Frühstück ging es los und ich war schon sehr gespannt, die berühmten Teeplantagen zu sehen. Vicky hatte von meiner ersten Anzahlung ein neues Autoradio gekauft und war stolz wie Bolle. Nun hatten wir auch Musik. Zunächst wollte er es mir recht machen und hatte westliche Musik laufen. Hmmm, seltsame Mischung aus altem Rock und neuem Eurotrash. Ich fragte ihn diplomatisch, was man den hier so hörte und er verstand den Wink. Die Musik war vielleicht nicht besser aber interessanter.
Erst ging es weiter durch das Flusstal bei viel Verkehr. Nach und nach wurde die Bebauung weniger, der Verkehr allerdings nicht. Nach einer Weile teilte sich das Tal und ab da ging es stetig bergauf. Die Landschaft war durch intensive Landwirtschaft geprägt: Obst und Kautschuk.

The highland The highland

Plantations Plantations

Waterfall Waterfall

Am ersten guten Aussichtspunkt machten wir Halt und ich schoss ein paar Fotos. Von Weitem waren die ersten Teeplantagen zu erkennen, hier gab es aber noch Obstplantagen. Es ging weiter immer aufwärts, der Verkehr ließ langsam nach und die Vegetation änderte sich langsam. Zu den Laubbäumen kamen nun große Nadelbäume hinzu. Es wurde gebirgig. Vicky stoppte nach einer der vielen Kurven und ließ mich bei einem augenscheinlich teuren Hotel aussteigen, da es hier einen bekannten und recht großen Wasserfall gab. Natürlich nahm ich die Gelegenheit wahr, um mir ein wenig die Beine zu vertreten. Es ging steil bergab, dann durch die Lobby des Hotels zur Aussichtsterrasse, von der man einen wirklich guten Blick auf den Wasserfall hatte. Es war wohl noch zu früh, um mich nach einer Bestellung zu fragen und so konnte ich das Rauschen in Ruhe genießen. Ich ging dann wieder hoch, anstrengend bei der auch hier oben noch vorhandenen Hitze. Oben vergnügten sich ein paar Affen.

Landscape Landscape

Monkeys Monkeys

Tea plantation Tea plantation

Tea plantation Tea plantation

Die Straße wurde immer kurviger. Wir kamen sehr langsam voran, da hier viele große LKW unterwegs waren. Dafür konnte ich die atemberaubenden Ausblicke auf mich wirken lassen. Endlich erreichten wir die ersten Teeplantagen. Jede Plantage war fein säuberlich ausgeschildert. Wir hielten an einer schönen Stelle und ich machte ein paar Fotos. Kurz darauf waren wir am ersten Ziel angekommen: Der Mackwoods Teefabrik, die ausschließlich Tee nach England exportiert (und an Touristen verkauft) . Ich hatte von zuhause eine Bestellung, der ich natürlich gerne nachkam. Zuerst machte ich aber bei einer Führung mit. Diese war sogar gratis und sehr interessant. Danach ging es ins Café, wo ich natürlich Tee trank und einen sensationellen Schokokuchen probierte. Und natürlich kaufte ich auch Tee. Leider wurde der Grüntee mit Jasmin, den ich auf der Mitbringliste hatte, gerade nicht produziert. Aber der andere Tee war auch sehr gut.

Tea plantation Tea plantation

Tea plantation Tea plantation

Tea plantation Tea plantation

Von hier aus war es dann auch nicht mehr so weit bis Nuwara Eliya, meine Base für die Ausflüge ins Hochland. Ich war in der Siriyapaya Villa untergebracht. Einem hübschen Guesthouse mit unglaublich netten Gastgebern, großen sauberen Zimmern, ohne Heizung und sehr extravaganter Bettwäsche. Nach einem kurzen Snack ließ ich mich in die Stadt bringen und schaute mich dort um. Es gab einen Markt mit Outdoor Kleidung und sehr gute Essensstände. Die Stadt ist aber sehr übersichtlich. Da ich schnell durch war und nicht ständig essen konnte, machte ich einen Spaziergang in den – schon wieder – Botanischen Garten – eigentlich einen schönen Stadtpark. Dort hielt ich mich eine Weile auf, um dann wieder in die Stadt zu gehen. Ich kaufte ein paar Vorräte und Mitbringsel und schlenderte langsam zurück ins Guesthouse, das gegenüber des SOS-Kinderdorfes lag.

Colorful bed Colorful bed

Botanical garden Botanical garden

Es war nun auch schon Abend und mein Gastgeber war schon bereit, mir das Abendessen zu servieren. Nach einer Dusche wurde ich mit einem sensationellen Curry für gefühlt 5 Personen beglückt. Lecker, lecker, lecker! Nach ein paar Drinks ging ich aufs Zimmer, las ein wenig und merkte, dass es hier oben doch sehr kalt werden kann. Nach noch einer Weile fand ich es schon sehr sehr kalt und das ohne Heizung. Zum Glück hatte ich Winnie Pooh Bettwäsche in doppelte Ausführung!

Botanical garden Botanical garden

Botanical garden Botanical garden