Ruinen und Weisse Dörfer

28.06.2015

Ich bin halt nicht der Strandlieger, also entschied ich mich nach dem wieder tollen Campesino-Frühstück, mit meinem Corsa eine Tour übers Land zu machen. Das Wetter war perfekt, der Tank voll und Musik war genug auf dem Handy. Ich fuhr erst mal am Valdevaqueros vorbei zur großen Düne, die schon von Tarifa aus sichtbar ist.

View to Africa View to Africa

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Valdevaqueros Dune Valdevaqueros Dune

Valdevaqueros Valdevaqueros

Sandy street Sandy street

Eine kleine Straße führt nach links und nach ein paar Metern geht es geradeaus durch die Düne durch. Bagger halten ständig die verwehte Straße frei. Ich fahre erst mal weiter durch die Macchia bis ans Ende der schmaler werdenden Straße. Hier befindet sich ein verlassen aussehendes Militärgelände und ein Dorf. Offensichtlich geht es hier nochmals zu Stränden. Aber eigentlich wollte ich ja die Düne sehen, also wieder zurück. Zwischendrin geht es nochmal zum Strand. Ein netter schattiger Weg führt dort hin, den ich ein Stückchen laufe, dann biege ich aber doch zur Düne ab. Der Sandhaufen ist schon sehr beeindruckend! Der Blick ist großartig und irgendwie ist das hier schon ein perfekter Strand – gut etwas weit weg vom Wasser und auch etwas windig.

Ruins of Baelo Claudia Ruins of Baelo Claudia

Forum Forum

Ruins with a good view Ruins with a good view

Fish factory Fish factory

Museum Museum

Weiter geht es in den nächsten Ort, ich schaue mir die römischen Ruinen von Baelo Claudia an. Das war früher einen Konservenfabrik für Thunfisch. Die alten Römer verarbeiteten hier Thunfisch, verpackten ihn in Tonkonserven und verschifften ihn nach Rom. Natürlich wurden auch panem et circenses geboten. Die Anlage ist recht gut erhalten und man erkennt die Bäder, Tempel und die Arena noch sehr gut. In der Arena finden sogar noch heute Veranstaltungen statt. Eine sehr schöne und lohnenswerte Anlage mit auch noch einem modernen und klimatisierten Museum. Am Rand der Ruinen grenzt der Strand an und etwas nördlich ist nochmals eine große Düne. Während der Besichtigung traf ich noch drei Spanierinnen, die auch im Urlaub waren. Eine gute Gelegenheit, etwas Spanisch zu üben. Wer hier nun weniger verstanden hat – sie oder ich – bleibt bis heute unklar. Dennoch oder vielleicht gerade deswegen gab es viel zu lachen. Bevor ich weiterfuhr, machte ich mich noch auf die Suche nach dem Cache „Baleo Claudia. Conociendo Andalucia„. Das war wegen der vielen Menschen etwas mühsam, hat dann aber doch noch geklappt.

Amphitheatre Amphitheatre

Baelo Claudia Baelo Claudia

Baelo Claudia Baelo Claudia

Winsmills near Facinas Winsmills near Facinas

Winsmills near Facinas Windmills near Facinas

On the road again ging es weiter nach Norden. Bei Facinas stoße ich auf ein Windrad-Feld. Ich biege ab, um mir die Gegend anzusehen. Windräder und Olivenbäume. Etwas weiter befindet man sich dann in einem Naturpark, wo es scheinbar auch noch zu einem Stausee geht. Ich fahre aber weiter, da ich eigentlich an der Küste entlang wollte. Ich fahre also nach Zahara de los Atunas, ein kleines nettes Strandstädtchen mit wenig Parkmöglichkeiten und laute Einbahnstraßen. Ganz schön was los hier, allerdings sind die meisten Läden zu. Von hier aus zieht sich ein kilometerlanger Strand bis nach Barbate, der nächsten größeren Stadt. Dort fahre ich auch hin. Es ist wohl die Thunfischhauptstadt der Gegend mit einigen Thunfischfabriken. Jetzt bin ich kurz vor meinem Ziel: Vejer de la Frontera.

Vejer de la Frontera Vejer de la Frontera

Palms Palms

Street Street

Castle Castle

White village White village

Vejer de la Frontera ist eine typisches Andalusisches weißes Dorf. Es geht erst mal steil bergauf bis man das sehr beeindruckend gelegene Dorf sieht. Mittlerweile ist es Mittagszeit und es hat schon 37°C. Egal, ich stelle mein Auto am Parkplatz ab und mache mich zu Fuß auf den Weg. Zum Glück sind die Gassen eng und schattig. Sehr schön hier und sehr wenig los. Gut, es ist Sonntag und alle liegen wohl am Strand, leider haben jetzt zur Mittagszeit keine Lokale auf, wo ich mich etwas ausruhen kann. Immerhin finde ich einen offenen Kiosk, um mir Wasser zu kaufen, mit dem ich mich in den Schatten setze. Hier treffe ich eine Spanierin, die auch alleine unterwegs ist und – siehe da – auch am Fotografieren ist. Das Radebrechen geht mit ihr schon etwas besser von Statten, allerdings auch anstrengend. Sie ist gerade auf dem Weg nach unten, um weiter zu ziehen, so bleibt das eine kurze Begegnung. Aber langsam komme ich etwas besser ins Spanisch hinein.

Church Church

Vejer de la Frontera Vejer de la Frontera

Plaza Plaza

Nice plaza Nice plaza

Streets of Vejer Streets of Vejer

Ich gehe weiter durch das schöne Dorf und knipse. Bei fast 40 Grad wird das mit der Zeit etwas anstrengend. Dennoch schaue ich mir das ganze Dorf von Kirche bis zum Schloß mit den Gassen und kleinen Plätzen an. Wenn hier alles auf hätte, wäre das sicher ein Ort zum Aushalten. Nach einer Weile gehe ich wieder zurück zum aufgeheizten Auto und fühle mich erst mal wie ein Brathähnchen. Ich umrunde das Dorf nochmals und mache mich wieder auf den Weg zum Valde. Irgendwann nachmittags komme ich dort an. Es ist hier deutlich kühler als in Vejer. An der Bar finde ich ein kühles Bier und am Strand die anderen, die fleissig kiten.

Vejer de la Frontera Vejer de la Frontera

White street White street

Vejer de la Frontera Vejer de la Frontera

Blue pots Blue pots

White and blue White and blue

Pink and white Pink and white

Am Valdevaqueros steht ein Kite-Wettbewerb bevor. Entsprechend viel war auf dem Wasser los. Und wirklich cool, was die Cracks so drauf haben. Klasse Sprünge, hohe Geschwindigkeiten. Das machte fast Lust, es mal selbst auszuprobieren, aber nur fast. Ich schau mir das Spektakel lieber vom Strand aus an. Man muss da allerdings doch sehr aufpassen. Schnell hat man da ein Kite auf dem Kopf oder ist von Leinen umwickelt. Mir passiert das auch, allerdings ohne bleibende Schäden für Mensch oder Material. Als meine Begleiter ihr Material zusammengepackt haben, genießen wir den warmen Abend noch ein wenig bei Kaltgetränken am Strand. Schön, das ist Urlaub.
Später geht es nach Hause und unter die dringend nötige Dusche. Ich werde etwas gedrängt, da ich angeblich viel zu lange unter der Dusche stehe, was ich nicht bestätigen kann. Aber wir wollen ja essen und trinken. Das tun wir dann natürlich ausgiebig. Und wie meistens bin ich auch mal wieder der Letzte, der ins Hochbett steigt.

Kiting Valdevaqueros Kiting Valdevaqueros

Kiting Valdevaqueros Kiting Valdevaqueros

Kiting Valdevaqueros Kiting Valdevaqueros

Kiting Valdevaqueros Kiting Valdevaqueros

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