Das Audi Campingzelt – erste Versuche

14.05.2016

Audi Campingzelt? Was will er denn jetzt?

Ja, ich habe das Glück, für Trnd das Audi Campingzelt testen zu dürfen. Das passt auch gut, denn über Fronleichnam geht es mal wieder an der Gardasee zum Zelten. Und was nimmt man da mit? Ein Zelt!

Das sind die Eigenschaften des – Audi Design – typisch schicken Teils:

Quelle: Audi / trnd.com

Campingzelt von Audi Original Zubehör.

Besonders schneller, simultaner Aufbau von Luftrahmen, Innenzelt und Außenzelt.

Stabiler Stand ohne Abspannen bis 70 km/h Windgeschwindigkeit.

Notfallstabilität im Falle eines Schadens.

Großes Platzangebot (9,5 m², 11,2 m² mit Vorzelt).

Separate Kabine bietet bis zu 3 Schlafplätze und zusätzliche Taschen für weiteres Equipment.

Gute Belüftung durch sieben verschließbare Lüftungsöffnungen.

Einfacher Transport in mitgelieferter Aufbewahrungstasche.

Anbindung an Audi Q-Modelle mit optional erhältlicher Schleuse.

Unverbindliche Preisempfehlung*:
Audi Original Zubehör Campingzelt: 1.390,00 €
Audi Original Zubehör Campingzelt-Anbindung für Audi Q-Modelle: 190,00 €

*Preise beim Audi Partner können abweichen.

Quelle: trnd.com / Audi

Es ist also ein aufblasbares 3-Mann-Zelt, das besonders schnell aufgebaut sein soll. Davor ist allerdings etwas Vorarbeit geboten:

Auspacken und Ersteinrichtung

Verpacktes Zelt
Verpacktes Zelt

Das Zelt kommt zwar einigermaßen vormontiert, allerdings muss man erst fertig montieren, bevor es dann zukünftig einfach ausgerollt und aufgeblasen werden kann. Prinzipiell sind es drei Teile: Der Boden, die Tubes und das Zelt. Leider war die Transporttasche nicht mit dabei, ich hoffe, ich bekomme sie noch, damit ich das Teil, das wirklich eine beeindruckende Größe hat, auch gut transportieren kann. Das Zelt ist komplett vormontiert (Außen- und Innenzelt), die Tubes sind aufgerollt. Abgerollt steht man erst einmal vor einem großen Chaos, das sich aber recht schnell legt. Der erste Versuch, das Zelt aufzubauen ging recht schnell vonstatten. Ich hatte noch keine Aufbauanleitung und somit erst mal nur Tubes und Zelt verbunden. Nach ca. 30 min stand das Teil im Gästezimmer und hat dieses auch vollständig ausgefüllt. Sehr schön, gleich mal ein Erfolgserlebnis.
Dann habe ich es schnell wieder abgebaut, die Anleitung im Internet gefunden und gesehen: Ich muss noch mal. Der Boden hat gefehlt. Das nahm ich mir für Pfingsten vor, denn ich musste erst mal ins Elsaß.

Nach dem ersten Aufbau
Nach dem ersten Aufbau – Zimmerfüllend

Knoten und Gewurstel

Am Pfingstwochenende machte ich mich daran, das Teil jetzt komplett aufzubauen, damit ich es am Gardasee nur noch aus dem A4 werfen, ausrollen und cool mit einem Bierchen in der Hand aufpumpen muss (so der Plan – ich werde berichten).

Tubechaos
Tubechaos

 

Also flux da Esszimmer leer geräumt (das Gästezimmer ist einfach zu klein) und den Boden ausgelegt. Whow, das wird eng! Dann habe ich das eigentliche Zelt nochmals von den Tubes getrennt, um es auch wirklich richtig aufzubauen und eben auch ordentlich zusammenlegen zu können (zur Erinnerung: „werfen, ausrollen und cool mit einem Bierchen in der Hand aufpumpen“). Tja, und da waren sie, meine Probleme: Die Tubes waren völlig verwurstelt. Ich hatte bei dem Hin und Her die Tragekonstruktion irgendwie verdreht. Ich unternahm etliche Versuche, wieder Ordnung ins Chaos zu bekommen, das war aber ein hoffnungsloses Unterfangen. Ich hängte die Konstruktion an der Lampe auf, drehte vorne nach hinten und oben nach unten – keine Chance.

Versuch, etwas Ordnung hinein zu bringen
Versuch, etwas Ordnung hinein zu bringen

Zumindest merkte ich, dass es ganz hilfreich ist, die Tubes ein wenig aufzublasen, das bringt mehr Licht ins Dunkel, half mir aber auch nicht weiter. Aber zumindest macht man sich gut mit der Konstruktion vertraut und lernt, wie die Tragekonstruktion aufgebaut ist. Ich war kurz vor dem Verzweifeln und schon einige Zeit beschäftigt. Eigentlich war ich schon kurz vor dem Aufgeben und fürchtete, das Teil wieder in den Karton werfen zu müssen, ohne es richtig ausprobiert zu haben. Und das nur, weil ich mit dem ersten Aufbau nicht konsequent war.

Leicht aufgeblasen
Leicht aufgeblasen

Ich machte eine kreative Pause, ging Spargel kaufen und lenkte mich ein wenig ab. Dann entschied ich mich, ein letztes Mal das Teil genauer anzusehen und entdeckte an den Ecken verdächtige Klettverschlüsse… Ja klar, das Teil musste ja auch irgendwie vorgefertigt und verpackt werden und es ist ja auch ein Luftschlauch für die Eckverbindungen dabei, das muss man ja auch wechseln können.

Hier auch der erste Kritikpunkt: Nur ein Ersatzschlauch ist etwas wenig. Ich weiß ja nicht, wie die Materialermüdung in der Sonne ist, aber solche Schläuche werden erfahrungsgemäß bei Umwelteinflüssen doch irgendwann spröde. Da wäre ein kompletter Austauschsatz doch sicher sinnvoll.

Als machte ich  mich mal an den Klettverschluß in der Ecke. Und siehe da: man kann die Tragekonstruktion komplett auseinander nehmen. Sie besteht aus vier unabhängigen Luftkammern. Ich trennte also erst einmal alle Klettverschlüsse an den Verbindungen der Tragekonstruktion und legte diese soweit möglich so aus, dass sie ohne Verknotungen übereinander passten, wie es aus der Aufbauanleitung ersichtlich war. Am oberen Ende war aber immer noch ein echtes Knotenchaos.

Getrennte Luftkammer in einer Ecke
Getrennte Luftkammer in einer Ecke

Dann löste ich einen Klettverschluß an einer Ecke und zog das freie Ende durch das Gewirr. Nachdem ich dann den Schlauch so gelegt hatte, wie er laut Anleitung (es gibt ein gutes Bild, in dem man sieht, was drunter und drüber führt) geführt war, ergab sich am Boden ein stimmiges Bild. Der Rahmen war also wieder in dem Zustand, wir er vorgesehen war. Ich steckte das Schlauchende wieder zusammen, verschloss es und drückte den Lust-Verbindungsschlauch wieder aus und war zufrieden.

So sieht die Anordnung der Tubes richtig aus
So sieht die Anordnung der Tubes richtig aus

Jetzt war es aber doch schon recht spät und ich ging meiner Verabredung zum thailändisch Essen nach. Der nun mögliche Aufbau erfolgte dann am nächsten Tag.