Die Verkehrshölle von Kampala

08.12.2016

Leider muss ich das schöne Hotel heute schon wieder verlassen. Ich merke schon, dass ein paar Tage länger auch gut gewesen wären. Ich gönne mit noch ein leckeres Frühstück und dann geht es los. Ein letztes Mal wird der Nil überquert und ich bin gespannt, wie der Verkehr in Richtung Kampala ist.
Die ersten Kilometer laufen prima. Es sind zwar einige LKW unterwegs, die ich aber immer gut überholen kann. Von hinten kommen vermehrt UN-Jeeps herangerast, die keine Rücksicht auf Verluste nehmen. Die UN scheint hier Sonderrechte zu haben und hat es immer eilig. Einmal komme ich in eine Polizeikontrolle und muss mal wieder den Führerschein zeigen aber auch das verläuft wieder unkompliziert.

Das ehemalige Gästehaus des Präsidenten Das ehemalige Gästehaus des PräsidentenPfütze Pfütze

Die Strecke ist recht schön und führt vorbei an Tee- und Zuckerrohr-Plantagen und ein gutes Stück durch dichten Regenwald. Irgendwann merkt man, dass die Großstadt nicht mehr weit ist und hier bricht dann auch die befürchtete Verkehrshölle herein. Stau! Und zwar ohne Ende. Kilometerweit nur Schritttempo, wenn überhaupt. Ich bemühe mein GPS und finde eine mögliche Umfahrung. Eine gute Wahl, denn LKWs gibt es hier nicht und die Straße führt asphaltiert durch die Vororte von Kampala bis zur neuen Nordumfahrung. Diese ist zum Großteil zwar noch Baustelle aber es läuft.

Strassen von Kampala Strassen von KampalaReifentransport Reifentransport

Ich fahre in Richtung bedrohlich dunkler Wolken und schon bald bin ich mitten in einem heftigen Hagelgewitter. Gut ist, dass sich nun keine Motorräder mehr auf der Straße befinden, schlecht ist, dass ich mir den Abstecher in die Innenstadt nun wohl abschminken kann, da ich bei dem Wetter nicht aussteigen kann. Also geht es eben weiter durch Pfützen, die zuhause als Seen gelten würden. Ich erreiche das Ende der Umfahrung und stehe wieder im Stau. Wenigstens habe ich hier einiges zum Schauen. Der Stau wird durch eine Ampel verursacht. Die erste und einzige Ampel, die ich in Uganda sehe. Nach der Ampel läuft es dann wieder und ich erreiche die Straße nach Entebbe. Auch hier ist viel Verkehr und die Chinesen bauen einen Highway zum Flughafen.

Motorenteile Motorenteile

In Entebbe fahre ich zunächst zum Airport Guesthouse und nehme ein Zimmer. Es herrscht etwas Verwirrung, welches Zimmer ich bekommen soll, was sich dann aber auch klärt. Danach fahre ich in Entebbe und Umgebung herum, um noch ein paar Einkäufe zu machen. Es dauert eine Weile, bis ich einen guten Supermarkt finde, der Nakumat in der Victoria Mall hat fast nur westliche Produkte, die mich nicht interessieren. Letztendlich werde ich aber fündig und mache mir dann einen gemütlichen Mittag auf der Veranda im schönen Garten des Guesthouse. Wahrscheinlich hätte ich doch lieber einen Tag mehr in Jinja verbringen sollen, hier gibt es nicht sehr viel zu sehen. Abends gibt es Kürbissuppe und Hähnchen mit Kartoffeln und Gemüse. Nicht schlecht aber ich habe schon besser gegessen.

Airport Guesthouse in Entebbe Airport Guesthouse in EntebbeAirport Guesthouse in Entebbe Airport Guesthouse in EntebbeDie Veranda Die Veranda

Reisedetails:

Von: Jinja
Nach: Entebbe
Strecke: 152 km, Gravel, Staub, Asphalt
Übernachtung: Airport Guesthouse

Route 08 12 2016
Route 08 12 2016